Kalorien-Tracking mit Aldi, Lidl & REWE Produkten: Barcode-Scanner im Test

Wie gut erkennen Kalorienzähler-Apps deutsche Eigenmarken? Wir testen den Barcode-Scanner mit Produkten von Aldi, Lidl, REWE, Edeka und dm — ja!, gut&günstig, REWE Beste Wahl und mehr.

Medically reviewed by Dr. Emily Torres, Registered Dietitian Nutritionist (RDN)

Aldi, Lidl und REWE dominieren den deutschen Lebensmittelmarkt. Zusammen betreiben sie über 15.000 Filialen und decken rund 40 Prozent des gesamten Lebensmittelumsatzes in Deutschland ab. Das Besondere: Ein Großteil des Sortiments besteht aus Eigenmarken — ja! (REWE), gut&günstig (Edeka), Milbona (Lidl), GutBio (Aldi Süd), REWE Beste Wahl und dutzende weitere. Diese Produkte gibt es nur in Deutschland und oft nur bei einer bestimmten Kette. Für Kalorienzähler-Apps, die auf internationale Datenbanken setzen, ist das ein Problem.

Wir haben getestet, wie gut die gängigen Apps die Barcodes deutscher Eigenmarken erkennen — und wo die größten Lücken liegen.


Warum sind Eigenmarken ein Problem für Kalorienzähler-Apps?

Eigenmarken (Private Labels) werden exklusiv für eine Supermarktkette produziert. Sie haben eigene EAN-Barcodes, die in internationalen Produktdatenbanken oft nicht hinterlegt sind. Das betrifft vor allem Apps wie MyFitnessPal und Lifesum, die ihre Datenbanken global pflegen und sich auf User-generated Content verlassen.

Die Zahlen sind eindeutig:

Supermarkt Eigenmarken-Anteil am Sortiment Beliebte Eigenmarken
Aldi Süd ~90 % Milsani, Milbona, GutBio, Meine Metzgerei, River, MAMIA
Aldi Nord ~90 % Milsani, GutBio, Meine Metzgerei, Kim
Lidl ~80 % Milbona, Cien, Solevita, Freeway, Linessa, Vemondo
REWE ~30 % REWE Beste Wahl, REWE Bio, ja!
Edeka ~25 % gut&günstig, Edeka Bio, GUT&GÜNSTIG
dm ~40 % (Food) dmBio, Dontodent, Balea
Kaufland ~25 % K-Classic, K-Bio, K-Free

Bei Aldi und Lidl bestehen bis zu 90 Prozent des Sortiments aus Eigenmarken. Wer dort einkauft — und das tun 60 Prozent der Deutschen regelmäßig — braucht eine App, die diese Barcodes kennt.


Wie gut erkennen die Apps deutsche Eigenmarken?

Wir haben 60 Produkte aus fünf Supermärkten gescannt — je 12 Produkte pro Markt. Die Auswahl umfasst typische Alltagsprodukte: Milchprodukte, Brot, Aufschnitt, Müsli, Tiefkühlprodukte und Getränke.

Barcode-Scanner-Test: Ergebnisse nach Supermarkt

Supermarkt Nutrola (von 12) Yazio (von 12) FDDB (von 12) MFP (von 12) Lifesum (von 12)
Aldi Süd 12 (100%) 11 (92%) 10 (83%) 6 (50%) 7 (58%)
Lidl 11 (92%) 11 (92%) 10 (83%) 7 (58%) 7 (58%)
REWE 12 (100%) 12 (100%) 11 (92%) 8 (67%) 9 (75%)
Edeka 11 (92%) 10 (83%) 10 (83%) 7 (58%) 8 (67%)
dm (Food) 11 (92%) 10 (83%) 9 (75%) 5 (42%) 6 (50%)
Gesamt 57 (95%) 54 (90%) 50 (83%) 33 (55%) 37 (62%)

Detailanalyse: Welche Produktgruppen werden schlecht erkannt?

Produktgruppe Nutrola MFP Problem bei MFP
Milchprodukte (Eigenmarke) 100% 60% Milbona, Milsani fehlen oft
Aufschnitt (Eigenmarke) 95% 40% Meine Metzgerei fast komplett fehlend
Müsli/Cerealien (Eigenmarke) 95% 55% Varianten werden verwechselt
Tiefkühlprodukte 90% 45% Eigenmarken-TK fast komplett fehlend
Bio-Eigenmarken 95% 50% GutBio, REWE Bio, dmBio lückenhaft
Getränke (Eigenmarke) 95% 65% Solevita, Freeway teilweise vorhanden

Die häufigsten Eigenmarken im Detail

Aldi-Produkte: Wie gut ist die Barcode-Erkennung?

Produkt Nutrola MFP FDDB
Milsani Frische Vollmilch 3,5% Erkannt Nicht erkannt Erkannt
GutBio Haferflocken kernig Erkannt Nicht erkannt Erkannt
Meine Metzgerei Delikatess Aufschnitt Erkannt Nicht erkannt Nicht erkannt
Milbona Gouda jung (Scheiben) Erkannt Erkannt Erkannt
MAMIA Joghurt mild Erkannt Nicht erkannt Nicht erkannt
River Lachs-Filet Erkannt Nicht erkannt Erkannt

Lidl-Produkte: Wie gut ist die Barcode-Erkennung?

Produkt Nutrola MFP FDDB
Milbona Speisequark 40% Erkannt Erkannt Erkannt
Vemondo Veganer Aufschnitt Erkannt Nicht erkannt Nicht erkannt
Solevita Orangensaft Erkannt Erkannt Erkannt
Linessa Leichter Genuss Joghurt Erkannt Nicht erkannt Erkannt
Freeway Cola Erkannt Nicht erkannt Erkannt
Lidl Brot (Eigenmarke) Erkannt Nicht erkannt Nicht erkannt

REWE-Produkte: Wie gut ist die Barcode-Erkennung?

Produkt Nutrola MFP FDDB
ja! Naturjoghurt 1,5% Erkannt Erkannt Erkannt
REWE Beste Wahl Vollkorn-Toast Erkannt Nicht erkannt Erkannt
REWE Bio Haferflocken Erkannt Erkannt Erkannt
ja! Delikatess Schinken Erkannt Nicht erkannt Erkannt
REWE Beste Wahl Tiefkühl-Gemüse Erkannt Nicht erkannt Nicht erkannt
ja! Mozzarella Erkannt Erkannt Erkannt

Was tun, wenn ein Produkt nicht erkannt wird?

Selbst bei der besten App gibt es gelegentlich Produkte, die der Scanner nicht kennt. Hier die Lösungen in Nutrola:

Option 1: Manuelle Suche. Oft reicht es, den Produktnamen einzutippen. „Milbona Quark" oder „ja Joghurt" führen meist zum richtigen Ergebnis, auch wenn der Barcode nicht funktioniert.

Option 2: Nährwertangaben vom Etikett abfotografieren. Nutrolas Foto-KI kann die Nährwerttabelle auf der Verpackung lesen und die Werte automatisch übernehmen. Einmal erfasst, ist das Produkt dauerhaft in der persönlichen Datenbank gespeichert.

Option 3: Ähnliches Produkt wählen. Ein „ja! Naturjoghurt 1,5%" und ein „Milbona Naturjoghurt 1,5%" haben nahezu identische Nährwerte. Nutrola schlägt automatisch ähnliche Produkte vor, wenn ein Barcode nicht erkannt wird.


Wie viel kostet der Wocheneinkauf an Kalorien?

Ein interessanter Nebeneffekt des Barcode-Trackings: Man bekommt ein Gefühl dafür, wie kaloriendicht der Wocheneinkauf ist.

Typischer Wocheneinkauf: Kalorien-Übersicht

Produkt Menge Kalorien gesamt
Vollkornbrot (500 g) 10 Scheiben 1.000 kcal
Butter (250 g) 1 Packung 1.850 kcal
Gouda Scheiben (200 g) 8 Scheiben 720 kcal
Kochschinken (150 g) 1 Packung 180 kcal
Haferflocken (500 g) 1 Packung 1.775 kcal
Milch 1,5% (1 l) 1 Packung 470 kcal
Naturjoghurt 1,5% (500 g) 1 Becher 265 kcal
Bananen (1 kg) 5-6 Stück 890 kcal
Hähnchenbrust (500 g) 1 Packung 550 kcal
Nudeln (500 g) 1 Packung 1.760 kcal
Gesamt ~9.460 kcal

Wer seinen Wocheneinkauf einmal komplett scannt, bekommt einen Überblick, der erstaunlich aufschlussreich ist. Die 250-Gramm-Packung Butter? 1.850 Kalorien. Die Packung Nudeln? 1.760 Kalorien. Das relativiert manche Lebensmittel deutlich.


Tipps für effizientes Tracking mit Supermarkt-Produkten

Lieblingsprodukte speichern: Die meisten Menschen kaufen immer wieder die gleichen 30 bis 40 Produkte. Wer diese einmal in Nutrola scannt und als Favoriten speichert, muss den Scanner nur noch bei neuen Produkten nutzen.

Wochenplanung nutzen: Mahlzeiten für die Woche vorplanen und die Nährwerte vorab berechnen. So sieht man, ob der Einkauf zum Kalorienziel passt — bevor man kocht.

Eigenmarken-Wechsel beachten: Discounter ändern regelmäßig ihre Eigenmarken-Rezepturen. Die Nährwerte auf der Verpackung können sich ändern, auch wenn das Produkt gleich aussieht. Nutrola aktualisiert die Datenbank kontinuierlich.


Häufig gestellte Fragen

Warum erkennt MyFitnessPal so wenige Aldi-Produkte?

Aldi-Eigenmarken werden fast ausschließlich in Deutschland und einigen europäischen Ländern verkauft. MFP's Datenbank wird hauptsächlich von US-Nutzern gefüllt. Selbst in der europäischen Version fehlen viele Eigenmarken, weil sie nicht von genügend Nutzern eingetragen wurden.

Sind die Nährwertangaben auf der Verpackung immer korrekt?

Laut EU-Verordnung dürfen die angegebenen Nährwerte um bis zu 20 Prozent von den tatsächlichen Werten abweichen. In der Praxis sind die meisten Angaben aber recht genau. Nutrola verwendet die Herstellerangaben und gleicht sie mit FDDB-Referenzwerten ab, um Ausreißer zu identifizieren.

Kann ich Produkte selbst in die Nutrola-Datenbank eintragen?

Ja. Wenn ein Barcode nicht erkannt wird, kann man die Nährwertangaben vom Etikett manuell eingeben oder abfotografieren. Das Produkt wird dann in der persönlichen Datenbank gespeichert und steht sofort für zukünftiges Tracking bereit.

Funktioniert der Barcode-Scanner auch mit Obst und Gemüse?

Für loses Obst und Gemüse gibt es keine Barcodes. Hier nutzt man die Suchfunktion oder Foto-KI von Nutrola. Verpacktes Obst und Gemüse (z. B. Salatmischungen, geschnittenes Obst) wird über den Barcode erkannt.

Welcher Supermarkt hat die kalorienärmsten Eigenmarken?

Das variiert stark nach Produktgruppe. Generell bieten Aldi (Linessa) und Lidl (Linessa) „leichte" Produktlinien an, die gezielt für kalorienbewusste Käufer entwickelt wurden. REWE Beste Wahl hat oft transparentere Nährwertangaben als Discount-Eigenmarken.


Fazit

Deutsche Eigenmarken von Aldi, Lidl, REWE und Co. stellen Kalorienzähler-Apps vor eine echte Herausforderung. Apps mit US-Fokus wie MyFitnessPal erkennen nur etwa die Hälfte der Barcodes — das macht seriöses Tracking unmöglich.

Nutrola erreicht mit 95 Prozent Erkennungsrate die höchste Abdeckung im Test. Die Datenbank enthält Produkte von allen großen deutschen Supermärkten und Discountern, wird regelmäßig aktualisiert und ist von Ernährungswissenschaftlern verifiziert. Wer regelmäßig bei Aldi, Lidl oder REWE einkauft, spart mit Nutrola täglich mehrere Minuten beim Tracking. Ab 2,50 Euro pro Monat, ohne Werbung, auf iOS und Android.

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