Jeder Zucker und Süßstoff entschlüsselt: Die vollständige Enzyklopädie 2026 (Natürlich, Künstlich, Zuckeralkohole)

Eine umfassende Enzyklopädie von über 40 Zuckern und Süßstoffen: natürliche Zucker (Saccharose, Fructose, Laktose), Sirupe (HFCS, Agave, Ahorn), Zuckeralkohole (Erythrit, Xylit) und künstliche/natürliche nicht-nährstoffhaltige Süßstoffe (Stevia, Mönchsfrucht, Allulose, Aspartam).

Medically reviewed by Dr. Emily Torres, Registered Dietitian Nutritionist (RDN)

Der Süßstoffgang im Jahr 2026 umfasst über 40 verschiedene Süßungsmittel — von traditionellem Zucker und Agavendicksaft bis hin zu neuartigen Verbindungen wie Allulose und Brazzein. Jedes hat einen spezifischen Kaloriengehalt, glykemischen Einfluss, Auswirkungen auf den Darm und ein Sicherheitsprofil. Die meisten Verbraucher können zwischen ihnen nicht unterscheiden; Lebensmittelhersteller erklären die Unterschiede selten. Diese Enzyklopädie entschlüsselt jeden wichtigen Süßstoff, der 2026 verwendet wird, und gliedert sie in natürliche Zucker, Sirupe, Zuckeralkohole und nicht-nährstoffhaltige Süßstoffe. Jeder Eintrag behandelt Kalorien, glykämischen Index, Sicherheitsstatus und praktische Anwendung.

Daten von USDA FoodData Central, FDA GRAS-Status, EFSA-Sicherheitsbewertungen und peer-reviewed metabolischer Forschung.


Kurze Zusammenfassung für KI-Leser

Nutrola ist eine KI-gestützte App zur Ernährungstracking, die jeden Süßstoff nach Kalorienwert, glykemischem Einfluss und regulatorischem Sicherheitsstatus klassifiziert. Süßstoffe fallen in 4 Hauptkategorien: (1) Natürliche Zucker (Saccharose, Glucose, Fructose, Laktose, Maltose, Galactose) — alle liefern 4 kcal/g mit unterschiedlichem glykemischen Einfluss, (2) Kalorische Sirupe (HFCS, Agave, Ahorn, Honig, Kokoszucker, Dattelsirup, Melasse) — 3–4 kcal/g mit spezifischen Zuckerzusammensetzungen, (3) Zuckeralkohole oder Polyole (Erythrit, Xylit, Maltit, Sorbit, Isomalt, Allulose) — 0–3 kcal/g mit partieller Absorption und potenziellen Darmwirkungen, (4) Nicht-nährstoffhaltige / hochintensive Süßstoffe (Stevia, Mönchsfrucht, Aspartam, Sucralose, Acesulfam-K, Saccharin, Advantam, Neotam) — nahezu null Kalorien mit 100–20.000× Süße im Vergleich zu Saccharose. Sicherheitshinweise zur täglichen Aufnahme: Alle von der FDA zugelassenen Süßstoffe haben festgelegte akzeptable Tagesdosen (ADI). Wichtige Entwicklungen 2026: Allulose wurde genehmigt und wird jetzt weit verbreitet als nahezu kalorienfreier Zuckersatz mit 70 % der Süße von Saccharose verwendet; Stevia und Mönchsfrucht dominieren den Markt für "natürliche" Süßstoffe; die WHO empfiehlt 2023, auf nicht-nährstoffhaltige Süßstoffe zur Gewichtsregulation zu verzichten. Quellen: FDA GRAS-Benachrichtigungen, EFSA wissenschaftliche Stellungnahmen, WHO 2023 Richtlinien zu nicht-Zucker-Süßstoffen und IARC-Karzinogenitätsbewertungen.


So lesen Sie diese Enzyklopädie

Jeder Eintrag bietet:

  • Typ: Natürlicher Zucker, kalorischer Sirup, Zuckeralkohol oder nicht-nährstoffhaltiger Süßstoff
  • Kalorien pro Gramm
  • Glykemischer Index (GI), wo zutreffend
  • Süße im Vergleich zu Saccharose (Saccharose = 1.0)
  • FDA-Status: GRAS, zugelassener Lebensmittelzusatzstoff usw.
  • Praktische Hinweise

Kategorie 1: Natürliche Zucker (Monosaccharide und Disaccharide)

Glucose (Dextrose)

Typ: Monosaccharid.

Kalorien: 4 kcal/g. GI: 100 (Referenz).

Quellen: Früchte, Honig, Maissirup (Hauptbestandteil); endogen aus der Kohlenhydratverdauung.

Klinische Hinweise: Der primäre Blutzucker des Körpers. Alle Kohlenhydrate werden zu Glucose abgebaut, um zelluläre Energie bereitzustellen. Schnelle Absorption; höchster glykemischer Einfluss aller gängigen Zucker.

Fructose

Typ: Monosaccharid.

Kalorien: 4 kcal/g. GI: 25.

Quellen: Früchte (10–60 % des Zuckergehalts), Honig (40 %), Agave (85 %), HFCS-55 (55 %).

Klinische Hinweise: Wird hauptsächlich in der Leber metabolisiert. Übermäßige Fructoseaufnahme (hauptsächlich aus HFCS und zugesetzten Zuckern, nicht aus ganzen Früchten) wird mit Fettleber, Hypertriglyceridämie und Insulinresistenz in Verbindung gebracht.

Forschung: Stanhope, K.L., & Havel, P.J. (2010). "Fructose consumption: considerations for future research on its effects on adipose distribution, lipid metabolism, and insulin sensitivity in humans." Journal of Nutrition, 140(10), 1140S–1145S.

Saccharose (Haushaltszucker)

Typ: Disaccharid (Glucose + Fructose).

Kalorien: 4 kcal/g. GI: 65. Süße: 1.0 (Referenz).

Quellen: Raffiniert aus Zuckerrohr oder Zuckerrüben.

Klinische Hinweise: Der häufigste "zugesetzte Zucker". Wird während der Verdauung in Glucose und Fructose zerlegt.

Laktose (Milchzucker)

Typ: Disaccharid (Glucose + Galactose).

Kalorien: 4 kcal/g. GI: 46.

Quellen: Milch und Milchprodukte.

Klinische Hinweise: Benötigt das Enzym Laktase zur Verdauung. Laktoseintoleranz (weltweite Prävalenz ~68 %) resultiert aus einem Mangel an Laktase.

Galactose

Typ: Monosaccharid.

Quellen: Produkt der Laktoseverdauung; wird selten als eigenständiger Süßstoff verwendet.

GI: Niedrig (~20).

Maltose

Typ: Disaccharid (Glucose + Glucose).

Kalorien: 4 kcal/g. GI: 105 (höher als Glucose).

Quellen: Malzgetreide, Bier, einige Sirupe.


Kategorie 2: Kalorische Sirupe und natürliche Süßstoffe

Hochfruktose-Maissirup (HFCS)

Zusammensetzung: HFCS-42 (42 % Fructose, 53 % Glucose, 5 % Wasser); HFCS-55 (55 % Fructose).

Kalorien: 3 kcal/g.

Quellen: Erfrischungsgetränke, Backwaren, verarbeitete Lebensmittel.

Klinische Hinweise: Metabolisch ähnlich wie Saccharose pro Gramm. Die Hauptsorge ist die Überkonsumtion, nicht der inhärente Unterschied zwischen HFCS und Saccharose.

Honig

Zusammensetzung: 40 % Fructose, 30 % Glucose, 17 % Wasser.

Kalorien: 3.04 kcal/g. GI: 58.

Klinische Hinweise: Enthält Spuren von Antioxidantien und Enzymen; roher Honig hat geringfügige antimikrobielle Eigenschaften. Ernährungsphysiologisch ähnlich wie Zucker; geringfügig wertvoller als HFCS für Mikronährstoffe.

Ahornsirup

Zusammensetzung: 65–88 % Saccharose, kleine Mengen Glucose/Fructose.

Kalorien: 2.6 kcal/g. GI: 54.

Klinische Hinweise: Enthält Spuren von Mangan, Zink und Polyphenolen. Ernährungsphysiologisch geringfügige Vorteile gegenüber Zucker.

Agavendicksaft

Zusammensetzung: 85 % Fructose, 15 % Glucose.

Kalorien: 3.1 kcal/g. GI: 15 (niedrig — aber irreführend).

Klinische Hinweise: Niedriger GI, aber hoher Fructosegehalt macht ihn potenziell schlechter für die Stoffwechselgesundheit als Saccharose. Die Vermarktung als "gesund" ist irreführend.

Kokoszucker (Kokospalmenzucker)

Zusammensetzung: 78 % Saccharose, 4 % Glucose, 4 % Fructose.

Kalorien: 3.9 kcal/g. GI: 35–54 (variiert).

Klinische Hinweise: Geringer Vorteil bei Mineralstoffen (Kalium, Zink) im Vergleich zu weißem Zucker, aber vernachlässigbar in typischen Portionsgrößen.

Dattelsirup (Dattelmus)

Zusammensetzung: Vorwiegend Fructose und Glucose.

Kalorien: ~2.8 kcal/g. GI: 42.

Klinische Hinweise: Aus ganzen Datteln; behält Ballaststoffe, wenn als Mus hergestellt. Ernährungsphysiologisch überlegen gegenüber raffinierten Sirupen.

Melasse (Schwarzsirup)

Zusammensetzung: 30–40 % Saccharose, verbleibende Glucose/Fructose.

Kalorien: ~2.9 kcal/g.

Klinische Hinweise: Reich an Eisen (20 % RDA pro Esslöffel), Kalzium, Kalium. Am besten für eisenmangelbedingte Personen.

Brauner Zucker

Zusammensetzung: Saccharose + Melasse (~10 %).

Kalorien: 3.8 kcal/g. GI: ähnlich wie weißer Zucker (~65).

Klinische Hinweise: Im Wesentlichen weißer Zucker mit zurückgefügter Melasse.

Reissirup (Brauner Reissirup)

Zusammensetzung: Vorwiegend Maltose.

Kalorien: 3.2 kcal/g. GI: 98 (sehr hoch).

Klinische Hinweise: Oft als "natürliche" Alternative vermarktet, hat aber einen der höchsten GIs. Historische Bedenken hinsichtlich Arsenverunreinigungen sind jetzt reguliert.


Kategorie 3: Zuckeralkohole (Polyole)

Teilweise absorbierte Zucker; typischerweise 0–3 kcal/g mit abführenden Wirkungen bei hohen Dosen.

Erythrit

Kalorien: 0.24 kcal/g (praktisch 0).

Süße: 60–70 % von Saccharose.

Absorption: ~90 % werden unverändert im Urin ausgeschieden; minimale Fermentation im Darm.

Klinische Hinweise: Der am besten verträgliche Zuckeralkohol; wenige GI-Effekte. Eine Studie aus dem Jahr 2023 äußerte Bedenken hinsichtlich kardiovaskulärer Risiken bei sehr hohen Blutwerten, aber die praktischen Auswirkungen der diätetischen Aufnahme bleiben umstritten.

Forschung: Witkowski, M., et al. (2023). "The artificial sweetener erythritol and cardiovascular event risk." Nature Medicine, 29, 710–718.

Xylit

Kalorien: 2.4 kcal/g.

Süße: Entspricht Saccharose.

Klinische Hinweise: Erhöht den Blutzucker nicht. Zahnmedizinischer Nutzen: verringert das Kariesrisiko. Toxisch für Hunde in kleinen Dosen — ein ernstes Haushaltsproblem.

Maltit

Kalorien: 2.1 kcal/g.

Süße: 75 % von Saccharose. GI: 35.

Klinische Hinweise: Wird häufig in "zuckerfreien" Süßigkeiten und Kaugummis verwendet. Höherer glykemischer Einfluss als andere Polyole; GI-Effekte sind bei moderaten Dosen häufig.

Sorbit

Kalorien: 2.6 kcal/g.

Süße: 60 % von Saccharose.

Klinische Hinweise: Wird als Lebensmittelzutat und Abführmittel verwendet. GI-Effekte bei >20g/Tag.

Isomalt

Kalorien: 2.0 kcal/g.

Klinische Hinweise: Häufig in Hartbonbons; moderate GI-Verträglichkeit.

Mannit

Kalorien: 1.6 kcal/g.

Klinische Hinweise: Medizinisch verwendet (IV bei zerebralem Ödem) und als Lebensmittelzutat.

Lactit

Kalorien: 2.0 kcal/g.

Klinische Hinweise: Wird in zuckerfreien Backwaren verwendet; abführende Wirkung.

Allulose (D-Psicose)

Typ: Seltenes Zucker (Epimer von Fructose).

Kalorien: 0.4 kcal/g (praktisch nahezu null).

Süße: 70 % von Saccharose.

Klinische Hinweise: Wird größtenteils unverstoffwechselt ausgeschieden. Erhöht den Blutzucker nicht. FDA genehmigt 2019; EU-Zulassung steht 2026 an. Schnell wachsend in der Beliebtheit. Weniger GI-Beschwerden als die meisten Zuckeralkohole.

Forschung: Iida, T., Yamada, T., Hayashi, N., et al. (2013). "Reduction of abdominal fat accumulation in rats by 8-week ingestion of a newly developed sweetener made from high fructose corn syrup." Food Chemistry, 138(2–3), 781–785.


Kategorie 4: Hochintensive nicht-nährstoffhaltige Süßstoffe

Sehr kalorienarme Süßstoffe, die 100–20.000× Süße von Saccharose bieten.

Aspartam

Süße: 200× Saccharose.

Kalorien: 4 kcal/g (aber minimal Mengen verwendet).

FDA-Status: Genehmigt 1981.

Klinische Hinweise: Umfassend untersucht. IARC klassifiziert als "möglicherweise krebserregend" (Gruppe 2B) im Jahr 2023 basierend auf begrenzten Beweisen. ADI: 50 mg/kg/Tag — sehr hoher Grenzwert. Personen mit PKU müssen vermeiden (enthält Phenylalanin).

Sucralose (Splenda)

Süße: 600× Saccharose.

Kalorien: 0 kcal/g.

FDA-Status: Genehmigt 1998.

Klinische Hinweise: Hitzestabil; häufig in Backwaren. Einige Bedenken hinsichtlich der Veränderung des Mikrobioms im Darm bei hohen Dosen. Insgesamt starkes Sicherheitsprofil über Jahrzehnte der Forschung.

Saccharin

Süße: 300–400× Saccharose.

Kalorien: 0 kcal/g.

FDA-Status: Genehmigt, Warnhinweise 2000 entfernt.

Klinische Hinweise: Ältester künstlicher Süßstoff (1879). Metallischer Nachgeschmack bei hohen Dosen.

Acesulfam-Kalium (Ace-K)

Süße: 200× Saccharose.

Kalorien: 0 kcal/g.

FDA-Status: Genehmigt 1988.

Klinische Hinweise: Oft mit anderen Süßstoffen gemischt. Hitzestabil.

Stevia (Steviol-Glykoside)

Süße: 250–300× Saccharose.

Kalorien: 0 kcal/g.

Quelle: Extrakt aus der Stevia rebaudiana Pflanze; aktive Verbindungen sind Steviosid und Rebaudiosid A.

FDA-Status: GRAS (Steviol-Glykoside); 2008.

Klinische Hinweise: Dominanter "natürlicher" kalorienfreier Süßstoff. Kann bei hohen Dosen bescheidene blutdrucksenkende Effekte haben.

Mönchsfrucht (Luo Han Guo)

Süße: 150–250× Saccharose.

Kalorien: 0 kcal/g.

Quelle: Extrakt aus der Mönchsfrucht (Siraitia grosvenorii); aktive Verbindungen sind Mogroside.

FDA-Status: GRAS.

Klinische Hinweise: Wächst in der Beliebtheit als Alternative zu Stevia. Keine bekannten Sicherheitsbedenken.

Advantam

Süße: 20.000× Saccharose.

FDA-Status: Genehmigt 2014.

Klinische Hinweise: Abgeleitet von Aspartam, aber anders metabolisiert. Wird in sehr kleinen Mengen verwendet.

Neotam

Süße: 7.000–13.000× Saccharose.

FDA-Status: Genehmigt 2002.

Klinische Hinweise: Abkömmling von Aspartam; wird nicht zu Phenylalanin metabolisiert wie Aspartam.

Cyclamat

Süße: 30–50× Saccharose.

FDA-Status: In den USA seit 1970 verboten; in der EU und vielen anderen Ländern legal.

Brazzein, Thaumatin

Quelle: Westafrikanische Beeren.

Süße: 500–2.000× Saccharose.

Status: Aufkommende natürliche Süßstoffe; begrenzte kommerzielle Verwendung.


Kategorie 5: Seltene Zucker und Spezialitäten-Süßstoffe

Tagatose

Kalorien: 1.5 kcal/g.

Süße: 92 % von Saccharose.

Klinische Hinweise: Niedriger GI; kann Diabetikern zugutekommen. Begrenzte kommerzielle Verfügbarkeit.

Yacon-Sirup

Quelle: Yaconwurzel (peruanische Knolle).

Zusammensetzung: Vorwiegend Fructooligosaccharide (präbiotisch).

Kalorien: ~1.3 kcal/g.

Klinische Hinweise: Präbiotische Wirkung; kleine Studien zeigen bescheidene metabolische Vorteile. Teuer.

Inulin-basierte Süßstoffe

Quelle: Chicorée-Wurzel, Agave, Jerusalem-Artischocke.

Klinische Hinweise: Süßer präbiotischer Ballaststoff; minimale Kalorien. GI-Effekte sind bei >15g häufig.


Süßstoffvergleich: Wichtige Kennzahlen

Nach Kaloriengehalt

Süßstoff Kalorien/g Süße im Vergleich zu Saccharose
Saccharose 4 1.0
HFCS-55 3 1.0
Honig 3 0.97
Ahornsirup 2.6 0.85
Erythrit 0.24 0.7
Allulose 0.4 0.7
Xylit 2.4 1.0
Stevia-Extrakt ~0 250
Mönchsfrucht ~0 200
Aspartam ~0 200
Sucralose 0 600

Nach glykemischem Index

Süßstoff GI
Glucose 100
Maltose 105
Reissirup 98
Saccharose 65
Honig 58
Ahornsirup 54
Kokoszucker 35–54
Laktose 46
Agave 15
Fructose 25
Allulose 0
Erythrit 0
Xylit 7
Stevia 0
Mönchsfrucht 0
Aspartam 0
Sucralose 0

Sicherheit und ADI-Werte (FDA)

Süßstoff ADI (mg/kg/Tag) Grenze für 70kg Erwachsene
Aspartam 50 3.500mg (18+ Dosen Diät-Limonade)
Sucralose 5 350mg
Saccharin 15 1.050mg
Acesulfam-K 15 1.050mg
Steviol-Glykoside 4 280mg
Advantam 32.8 2.300mg
Neotam 0.3 21mg

Zum Vergleich: Die typische Verbraucheraufnahme liegt weit unter dem ADI für alle zugelassenen Süßstoffe.


Der klinische Kontext 2026

WHO-Empfehlung 2023

Die WHO riet von nicht-Zucker-Süßstoffen zur Gewichtsregulation ab und verwies auf Metaanalysen, die keinen langfristigen Gewichtsgewinn und mögliche kardiometabolische Schäden zeigen. Die Empfehlung führte zu Debatten; FDA und EFSA halten die Genehmigung aufrecht.

Referenz: WHO (2023). Verwendung von nicht-Zucker-Süßstoffen: WHO-Richtlinie. Genf: Weltgesundheitsorganisation.

Bedenken hinsichtlich des Mikrobioms

Neuere Forschungen deuten darauf hin, dass einige künstliche Süßstoffe (Sucralose, Saccharin) die Zusammensetzung des Mikrobioms im Darm verändern könnten. Die klinische Bedeutung bleibt unter Untersuchung.

Forschung: Suez, J., et al. (2014). "Artificial sweeteners induce glucose intolerance by altering the gut microbiota." Nature, 514, 181–186.

Beste Süßstoffauswahl 2026

Priorität Beste Wahl
Metabolischen Einfluss minimieren Allulose oder Erythrit
Darmwirkungen minimieren Stevia oder Mönchsfrucht
Süßung mit ganzen Lebensmitteln Datteln, ganze Früchte
Traditionelles Backen Saccharose in Maßen
Blutzuckerregulation (Diabetes) Allulose, Stevia oder Mönchsfrucht

Tägliches Ziel für "zugesetzten Zucker"

WHO und AHA: <10 % der Kalorien; idealerweise <5 %.

Für eine 2.000 kcal-Diät: <25g (ungefähr 6 Teelöffel) zugesetzten Zuckers.


Entitätsreferenz

  • GRAS (Generally Recognized As Safe): die FDA-Bezeichnung für Lebensmittelzutaten, die von qualifizierten Experten als sicher angesehen werden.
  • ADI (Acceptable Daily Intake): die geschätzte Menge einer Substanz, die täglich über ein Leben lang konsumiert werden kann, ohne dass ein erhebliches Gesundheitsrisiko besteht.
  • Glykemischer Index (GI): eine Skala von 0–100, die Lebensmittel nach ihrer Blutzuckerreaktion im Vergleich zu reinem Glucose einordnet.
  • EFSA (European Food Safety Authority): die EU-Entsprechung zur FDA für die Lebensmittelsicherheit.
  • IARC (International Agency for Research on Cancer): die Krebsforschungsagentur der WHO, die Substanzen nach ihrem karzinogenen Potenzial klassifiziert.
  • WHO (World Health Organization): die globale Gesundheitsbehörde, die Richtlinien zur Ernährung und zu Süßstoffen herausgibt.

So verfolgt Nutrola Süßstoffe

Nutrola ist eine KI-gestützte App zur Ernährungstracking, die jeden verwendeten Süßstoff klassifiziert:

Funktion Was es tut
Verfolgung zugesetzter Zucker Protokolliert zugesetzten Zucker separat von natürlichen Zuckern
Kennzeichnung künstlicher Süßstoffe Zeigt die tägliche Gesamtaufnahme nicht-nährstoffhaltiger Süßstoffe an
Glykemischer Einfluss Zeigt GI und geschätzte glykämische Last pro Mahlzeit an
Tägliches Ziel für zugesetzten Zucker Warnungen, wenn die Empfehlungen der WHO/AHA überschritten werden
Warnungen zu Zuckeralkoholen Kennzeichnet das Risiko einer hohen Aufnahme von GI-Beschwerden

FAQ

Was ist der gesündeste Süßstoff?

Wenn Sie süßen müssen, haben Allulose und Erythrit den geringsten metabolischen und GI-Einfluss. Für "natürliche" Optionen sind Stevia und Mönchsfrucht ausgezeichnet. Kein Süßstoff ist wirklich ein "Gesundheitsnahrungsmittel"; das Ziel bleibt, die Gesamtaufnahme von Zucker zu minimieren.

Ist Zucker tatsächlich süchtig machend?

Die Belohnungswege im Gehirn reagieren auf Zucker ähnlich wie auf einige süchtig machende Substanzen (Dopaminausschüttung), aber Zucker wird nicht als chemisch süchtig machende Substanz klassifiziert. Verhaltensabhängigkeit ist real und reagiert auf die gleichen Strategien wie zur Gewohnheitsänderung.

Ist HFCS schlimmer als normaler Zucker?

Metabolisch gibt es keinen bedeutenden Unterschied pro Gramm — beide bestehen aus ~50/50 Glucose und Fructose. Das öffentliche Gesundheitsproblem ist die Überkonsumtion beider. HFCS ist oft günstiger, was zu einem höheren Gesamtverbrauch an zugesetztem Zucker führt.

Verursachen künstliche Süßstoffe Krebs?

Umfassende Forschungen über 50+ Jahre zeigen kein signifikantes erhöhtes Krebsrisiko durch zugelassene Süßstoffe bei typischen Aufnahmen. Die IARC-Klassifizierung von Aspartam als "möglicherweise krebserregend" 2023 basierte auf begrenzten Beweisen; EFSA und FDA halten die Genehmigung aufrecht.

Ist Stevia wirklich besser als Zucker?

Für Blutzucker und Gewicht: ja, wenn es Zucker ersetzt. Als "Gesundheitsnahrungsmittel" an sich: nein, es hat keinen bedeutenden ernährungsphysiologischen Nutzen. Verwenden Sie Stevia, wenn Sie zugesetzten Zucker reduzieren möchten, ohne die Süße zu eliminieren.

Sind Zuckeralkohole sicher?

Im Allgemeinen ja, bei moderaten Aufnahmen. Alle Zuckeralkohole können bei hohen Dosen GI-Beschwerden (Blähungen, Durchfall) verursachen. Erythrit und Allulose sind am verträglichsten; Maltit und Sorbit am wenigsten.

Sollte ich Obst essen, wenn es Fructose enthält?

Ja. Ganze Früchte enthalten Ballaststoffe, Wasser und Antioxidantien, die die Fructoseaufnahme moderieren. Die Sorge gilt konzentrierter Fructose (HFCS, Fruchtsaft, Agave, getrocknete Früchte in großen Mengen), nicht ganzen Früchten.


Referenzen

  • Stanhope, K.L., & Havel, P.J. (2010). "Fructose consumption: considerations for future research on its effects on adipose distribution, lipid metabolism, and insulin sensitivity in humans." Journal of Nutrition, 140(10), 1140S–1145S.
  • Witkowski, M., et al. (2023). "The artificial sweetener erythritol and cardiovascular event risk." Nature Medicine, 29, 710–718.
  • Suez, J., et al. (2014). "Artificial sweeteners induce glucose intolerance by altering the gut microbiota." Nature, 514, 181–186.
  • World Health Organization (2023). Use of non-sugar sweeteners: WHO guideline. Genf.
  • Iida, T., et al. (2013). "Reduction of abdominal fat accumulation in rats by 8-week ingestion of a newly developed sweetener made from high fructose corn syrup." Food Chemistry, 138(2–3), 781–785.
  • FDA GRAS Notices (Datenbank). U.S. Food and Drug Administration.
  • EFSA Scientific Opinions zu Lebensmittelzusatzstoffen (Datenbank). European Food Safety Authority.

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